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24. Mai Wie so oft in letzter Zeit war auch in diesem Jahr das Wetter der Hauptakteur. Das diesjährige ITV kann man mit drei Attributen bezeichnen: kalt, stürmisch, naß. Dabei war es am Mittwoch abend, als ich eintraf, noch ganz passabel (und diejenigen, die schon vorher anreisten, hatten schon eine Beobachtungsnacht hinter sich). |
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Man mußte allerdings bis 23 Uhr warten, bis sich die Wolken verzogen und Jupiter den Südhimmel dominierte. So mancher hatte zu diesem Zeitpunkt schon alle Hoffnung fahren lassen. |
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Vom Nordwesthorizont künden Zwillinge, Fuhrmann und Perseus vom Ende des Frühlings... |
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...während am Osthorizont das Sommerdreieck heraufsteigt. Der Himmel war bis nach zwei Uhr klar; allerdings in Horizontnähe oft diesig. Dann verstärkten sich erst die heranziehenden Zirren, dann zog sich der Himmel ganz zu. Diese drei Stunden Beobachtung waren für mich in diesem Jahr die einzige Ausbeute. |
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25. Mai Der folgende Donnerstag läßt sich schnell beschreiben: Es regnete. Statt Teleskopen sah man nur Mülltüten. Tagsüber sah es auf dem Platz so aus... |
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...und abends so. Wer an diesem Abend beschlossen hatte, sich von innen zu erwärmen, brauchte es diesmal nicht zu bereuen; der Himmel blieb zu. |
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26. Mai Beim Aufwachen am Freitag morgen fehlte das gewohnte Trommelgeräusch auf dem Zelt - es hatte aufgehört zu regnen. Und so kam doch noch das eine oder andere bemerkenswerte Teleskop zum Vorschein, wie beispielsweise dieses Schupmannsche Medial von Kurt Schreckling. Der Farbfehler des Objektivs (hier eine einfache Linse) kann mit Hilfe eines Korrekturspiegels vollständig beseitigt werden. |
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Sie sind immer häufiger anzutreffen - die low rider. Der Okularauszug ist um etwa 30° nach unten geneigt; der Einblick erfolgt von weiter unten. Lange Leitern entfallen; selbst Objekte im Zenit können auf einer Fußbank stehend bequem betrachtet werden. Der Preis dafür ist allerdings ein etwas größerer Fangspiegel. |
| Noch einmal: low rider - die Alternative für nicht ganz Schwindelfreie. |
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Ein Spiegel und dieses Gesicht gehören einfach zusammen... |
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Parade der Vierundzwanzigzöller. Noch immer ist es von oben trocken, und ein Dob nach dem anderen wird von seiner Hülle befreit. Auch Menschen zeigen sich jetzt vermehrt im Freien. |
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Minimalismus in Vollendung: Ein Zehnzöller, der nur sieben Kilo auf die Waage bringt. Der Traum eines jeden Rucksacktouristen. |
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Hier kamen Bogensehnen zum Einsatz, die durch drei Rohre aus Carbon gespannt werden und der Konstruktion ihre Festigkeit verleihen. Während ich diese Fotos schoß, geschah, womit ich längst gerechnet hatte: Es fielen die ersten Regentropfen an diesem Tag. Allerdings hatte ich längst beschlossen, heute abzureisen, zu schlecht waren die Wetteraussichten: Dauerregen ab Mittag. Zelt und Ausrüstung waren bereits verpackt. Und während ein Dobson nach dem anderen wieder in seiner Hülle verschwand, suchte ich mir den Weg über die mit Wasser vollgesogene Wiese zum "Hinterausgang", denn die Zufahrt rund ums Vereinsheim war bereits hoffnungslos verschlammt... |